Das Thema ist unerschöpflich, und man kann dabei noch Erfahrungen und Tipps austauschen. Das haben sich Imker und Imkerinnen in Bornheim gedacht. Da wäre es doch nicht schlecht, den Austausch und die gegenseitige Hilfe etwas zu formalisieren und einen Imkerverein zu gründen. Gesagt, getan.
Im Mai gab es die Gründungsversammlung. Inzwischen sind wir 15 Vorgebirgsimker und -imkerinnen. Einige sind bereits sehr erfahren und imkern seit Jahren, andere stehen noch ganz am Anfang dieser faszinierenden Freizeitbeschäftigung, mit der gleichzeitig ein Beitrag zum Schutz von Bienen und Landschaft geleistet wird. Die Stadt Bornheim hat ein Grundstück im Landschaftsschutzgebiet gekauft, nachdem der bisherige Pächter (ebenfalls ein Imker) verstorben war und dem neuen „Imkerverein Vorgebirge e.V.“ zur Nutzung überlassen. Nachdem wir den aufwändigen Prozess der Registrierung als gemeinnütziger Verein nach Überwindung etlicher Hürden erfolgreich absolviert hatten konnten wir uns anderen, erfreulichen Aktionen widmen.
So haben wir einige Obstbäume gepflanzt und eine Hecke angelegt, als Schutz und Nahrung für Insekten, Vögel u.a. Kleintiere. Ein altes, aber noch gut nutzbares Bienenhaus steht auch auf dem Grundstück. Inzwischen sind dort bereits 6 Völker mit fleißigen Vorgebirgsbienen eingezogen. Das Grundstück wollen wir für Schulungen, zum gegenseitigen Lernen, aber auch für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Noch ist viel zu tun, aber der Anfang ist geschafft!
Wie in den letzten Jahren gab es wieder eine Schafwoche zum Ausklang der Sommerferien. Bei überwiegend heißem Wetter wurde die Umgebung erforscht, Schafe versorgt, auf dem Feuer gekocht, Bögen geschnitzt, gefilzt, geklettert usw. Es war eine schöne Woche und wir freuen uns auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.
Jetzt im Frühling dreht sich alles um den Nachwuchs. Bei den Schafen sowieso, denn dann kommen die Lämmer. Bei den Schäfern auch, denn bei den Teilnehmern des „Schaffrühlings“ konnte man schon einigen Schafverstand feststellen. Mal sehen, wohin das mal führt.
Wettermäßig wäre die Ferienwoche auch als Sommerfreizeit durchgegangen.
Vom 7. – 10.4.2015 führen wir auf der Schafweide eine Frühlings-Ferienwoche durch. Es ist die Zeit, in der die Natur erwacht, alles zu wachsen beginnt und die Schafe ihre Lämmer bekommen. Wir wollen dabei sein, sie beobachten und versorgen.
Die Schafdamen, die im nächsten Jahr Lämmer bekommen sollen, waren in Urlaub. Farblich sortiert verbrachten sie fünf Wochen in Gesellschaft anderer netter Zibben beim Bock.
Jetzt sind sie zurück und verbringen den Winter auf den heimischen Weiden. In fünf Monaten, also ab April, sind dann die Lämmer zu erwarten.
Neben Honig und anderen Produkten ist Wachs das wichtigste Erzeugnis der Bienen. Der Herbst ist die Jahreszeit, in der alte, dunkle Waben eingeschmolzen werden. Das ist zum einen wichtig für die Gesundheit der Bienen, zum anderen wird dadurch wertvolles Bienenwachs gewonnen. Das ist aufwändig, denn um ein sauberes Wachs zu erhalten, muss dieses mehrfach gefiltert und geklärt werden. Aus einer einzelnen Wabe gewinnt man etwa 40 g Wachs. Dies lassen wir zu Mittelwänden umarbeiten, mit denen die Bienen im nächsten Jahr neue Waben bauen können.
Damit wir uns demnächst, wenn der Winter kommt und das Wetter wirklich ungemütlich wird, erinnern, sei hier festgehalten:
Der Oktober 2014 war warm und schön!
Fast wie ein Ausgleich für den zu nassen Sommer.
Bienen und Schafen geht es gut. Die Schafe finden noch alles, was sie brauchen, auf der Weide.
Die Bienen wurden nach der Honigernte aufgefüttert und gegen die Varroamilbe behandelt. Sie nutzen jede Gelegenheit zur späten Nektarsuche.
Hund Amy ist inzwischen zwei Jahre alt und darf sich langsam zu Recht Hütehund nennen.
Der Schafsommer 2014, also unsere Schafwoche auf der Weide, verdiente fast seinen Namen nicht, denn in diesem Jahr regnete es viel. Nachdem schon die meisten Kirschen im Juni durch Regen verdorben waren, traf es jetzt die Brombeeren, die im Frühsommer so üppig geblüht hatten.
Trotzdem hatten die Kinder wetterfest verpackt viel Spaß mit dem Leben auf der Weide und den Schafen. Diese wurden gepflegt (Pediküre) und versorgt (mit einem Mittel gegen Würmer). Trockenes Brot half als vertrauensbildende Maßnahme, so dass die Schafe erstaunlich gelassen blieben, wenn die Kinder auf der Weide tobten.
ernähren den Herrn im Schlafe ist ein alter Spruch. Es reizte uns vor über 20 Jahren auszuprobieren, ob darin ein wahrer Kern verborgen ist. Die Vorstellung, ohne Mühe über Nacht zu Wohlstand oder zumindest zu Nahrung zu kommen, ließ uns nicht mehr los…. Den Verlauf des Experiments können Sie auf dieser homepage verfolgen.